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Bild von Lara Jameson auf Pexels

Warum Mülltrennung so wichtig ist – und warum sie uns alle betrifft

Jeden Tag produzieren wir Müll. Und das lässt sich auch gar nicht vermeiden. Denn egal, ob Verpackungen vom Einkaufen, alte Zeitungen, Essensreste oder alte Kleidung: Wir verbrauchen Gegenstände und werfen sie irgendwann weg. So entstehen jedes Jahr bei jedem Deutschen mehrere Hundert Kilogramm Hausabfälle. Damit die darin gebundenen Rohstoffe weitergenutzt werden können, ist es essenziell, dass der Müll im richtigen Eimer landet. Wir klären auf!

Was bedeutet Mülltrennung überhaupt?

Mülltrennung heißt, dass Abfälle aus dem Haushalt nach der Materialart sortiert werden. So können die Rohstoffe anschließend weiterverwendet oder ihrer passenden Entsorgung zugeführt werden. Dazu gehört unter anderem:

  • Restmüll: nicht verwertbare Abfälle
  • Biomüll: organische Abfälle wie Essensreste oder Gartenabfälle
  • Papier: Zeitungen, Kartons, Schreibpapier
  • Verpackungen (Gelber Sack oder Gelbe Tonne): Kunststoff-, Metall- und Verbundverpackungen
  • Glas: Getrennt nach Weiß-, Braun- und Grünglas
  • Sondermüll: Batterien, Elektrogeräte oder Farben

Das Kernziel der Mülltrennung ist es, Wertstoffe zurück in den Kreislauf zu bringen und so den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Denn sehr viel von dem, was wir wegwerfen, ist überhaupt kein „Müll“, sondern ein wertvoller Wertstoff, für dessen Erzeugung Energie und Rohstoffe notwendig sind.

Mülltrennung schützt Umwelt und Klima

Einer der wichtigsten Gründe für die Mülltrennung ist der Schutz der Umwelt. Denn wenn die Abfälle korrekt getrennt werden, können sie recycelt und erneut verwendet werden. Dies reduziert die Menge an Müll, die verbrannt oder auf Deponien gelagert werden muss, was die Umwelt schädigt. Insbesondere beim Verbrennen von Müll kommt es zu CO₂-Emissionen, die zum Klimawandel beitragen. Auf Deponien entsteht hingegen durch organische Abfälle Methan, ein sehr schädliches Treibhausgas. Die konsequente Trennung von Biomüll und Wertstoffen beugt dieser Entwicklung vor und verhindert außerdem, dass neue Rohstoffe abgebaut werden müssen. Somit wird weniger Bergbau, weniger Erdölförderung und weniger Abholzung notwendig – und das Ökosystem unserer Erde entlastet.

Recycling spart wertvolle Rohstoffe

Sehr viele Materialien lassen sich mit nur wenig Aufwand wiederverwerten. Altpapier wird zu neuem Papier, Altglas wird eingeschmolzen und neu gegossen, und auch viele Metalle wie Aluminium oder Stahl können fast unbegrenzt neu verwendet werden. Bei Aluminium ist dies besonders wichtig, da bei der Produktion enorme Mengen Energie genutzt werden. Mit recyceltem Aluminium lassen sich hingegen 95 Prozent der Energiekosten sparen! Gleiches gilt übrigens für Papier: Recyclingpapier benötigt viel weniger Wasser, Energie und Holz für die Aufbereitung, als neues herzustellen. Auch Kunststoffe können wiederverwertet werden, wenn sie zusammen gesammelt werden.

Was passiert, wenn Müll falsch getrennt wird?

Falsch getrennter Müll kann ganze Recyclingprozesse stören. So kann es etwa dazu kommen, dass der Betriebshof (oder wer auch immer für die Entsorgung zuständig ist) ganze Wagenladungen verbrennen muss, weil etwa der Kunststoff mit anderem Müll verunreinigt ist. Diese Rohstoffe gehen also verloren und müssen neu produziert werden – was wieder Folgen für Klima und Umwelt hat. So steigen auch die Kosten für den Verbraucher vor Ort, was direkt spürbar ist.

Häufige Fehler bei der Mülltrennung

Viele Menschen sind sich unsicher, wie sie Müll richtig trennen. Ein gutes Beispiel ist etwa der Pizzakarton. Stark mit Fett oder Essensresten verschmutzte Teile gehören in den Restmüll, saubere Teile eher ins Altpapier. Gläser sollten getrennt vom Deckel entsorgt und auch nach Farben sortiert werden. Ein weiteres Produkt, das häufig Verwirrung stiftet, sind „kompostierbare“ Plastiktüten. Diese gehören nicht in den Biomüll, sondern in den Plastikmüll. Grund dafür ist, dass sie sich nicht schnell genug zersetzen.

Mülltrennung leicht gemacht

Mülltrennung ist kein Hexenwerk. Mit nur wenigen Anschaffungen und Gewohnheitsveränderungen können Sie ganz einfach zu Hause den Müll trennen. Dazu gehören getrennte Mülleimer, am besten in den passenden Farben. Viele Kommunen informieren auch über die lokale Abfallwirtschaft und bieten dazu passende Broschüren oder Apps an. Wichtig ist aber auch: Nicht jeder falsch sortierte Müll ist schlimm, aber jeder richtig entsorgte Gegenstand ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Verbunden damit ist auch der Bereich „Zero Waste“, also die aktive Vermeidung von Müll. Dazu haben wir vor einiger Zeit schon einen interessanten Blogtext veröffentlicht. Legen Sie einfach los mit der Mülltrennung, schonen Sie Ressourcen und schützen Sie die Umwelt!

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