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Bild von Polina Tankilevitch auf Pexels

Zero Waste: Mit kleinen Schritten Großes bewirken

Verschwendung ist in unserer Kultur allgegenwärtig. Fast alle Produkte werden verpackt – viele gleich mehrfach! Das ist nicht nur störend, sondern in den meisten Fällen auch komplett unnötig! Denn die meisten dieser Verpackungen landen direkt im Müll. Manche Lebensmittel werden auch weggeworfen, weil sie nicht genutzt wurden und abgelaufen sind. Gerade bei technischen Geräten zeigt sich die Verschwendung: Sie werden nicht repariert, sondern direkt ersetzt, entweder weil es einfacher ist oder weil sie sogar so entworfen wurden, eine Reparatur zu kompliziert zu machen. Dabei sind in ihnen wertvolle Rohstoffe enthalten, deren Produktion die Umwelt belastet! Zero Waste bricht mit dieser Logik der Verschwendung: Mit einem bewussten Lebensstil kann man jeden Tag etwas Gutes tun. Doch wie fängt man damit an und was sollte man beachten?

Was bedeutet Zero Waste eigentlich?

Zero Waste heißt übersetzt „Null Müll“ – aber im Alltag bedeutet es mehr als das. Es ist eine bewusste Entscheidung, Produkte und Materialien im Alltag so zu benutzen, dass kein oder möglichst wenig Abfall entsteht und Ressourcen länger im Kreislauf verbleiben. Im Zentrum dieser Idee stehen die fünf „Rs“:

·         Refuse – Ablehnen: Unnötig verpackte Produkte werden bewusst nicht gekauft. Im Supermarkt entscheiden Sie sich etwa für frisches Gemüse und nehmen für den Transport einen Jutebeutel mit.

·         Reduce – Reduzieren: Es wird weniger gekauft, Überflüssiges wird vermieden. Sie entscheiden sich bewusst für den Kauf und verwenden anschließend alle Lebensmittel. Dies ist gerade am Anfang etwas schwerer, kann jedoch geübt werden.

·         Reuse – Wiederverwenden: Gegenstände werden repariert, geliehen, getauscht und wieder genutzt. Schon beim Kauf sollten Sie sich Produkte entscheiden, die repariert werden können. Wegwerf-Gegenstände oder Ware, bei der eine niedrige Lebensdauer schon einkalkuliert ist, werden nicht gekauft.

·         Recycle – Recyceln: Materialien werden recycelt, wenn sie nicht wiederverwendet werden können. Dafür kann etwa eine Wertstofftonne genutzt werden. Elektroschrott und andere Wertstoffe können häufig auch am städtischen Betriebshof kostenlos abgegeben werden.

·         Rot – Kompostieren: Bioabfälle werden auf dem Kompost der Natur zurückgegeben, statt verbrannt zu werden. Gerade, wenn Sie einen Garten haben, ist dies eine ideale Lösung.

Jeder einzelne Schritt bedeutet schon eine deutliche Verbesserung, aber wenn alle Aspekte umgesetzt werden, entsteht eine große Veränderung.

Warum Zero Waste sinnvoll ist

Abfall ist schon lange mehr als nur ein ästhetisches Problem. Bei der Produktion von Müll werden kostbare Rohstoffe verbraucht, was die Umwelt belastet und damit Ökosysteme weltweit gefährdet. Mikroplastik wurde mittlerweile selbst in den entlegensten Ökosystemen nachgewiesen und ist eine Gefahr für die Gesundheit des Menschen. Mit dem Zero-Waste-Prinzip überlegen wir uns, was wirklich notwendig ist und was unsere Umwelt unnötig belastet. Wir kaufen weniger, aber dafür bessere Qualität, die länger genutzt werden kann.

Tipps für Zero Waste im Alltag

·         Kaufen in Unverpackt-Läden

·         eigene Dosen, Baumwollbeutel oder Gläser mitnehmen

·         Qualität vor Quantität

·         Mehrweg statt Einweg

·         Stoffservietten statt Küchenrolle, Behälter statt Frischhaltefolie

·         Mahlzeiten vorausplanen & Reste wiederverwerten

·         Kompostieren von Bioabfällen

·         Reparieren statt Wegschmeißen von Gegenständen, falls möglich

·         Second Hand statt Fast Fashion

·         nicht mehr benutzte Dinge tauschen, verleihen oder weitergeben

Zero Waste als Gemeinschaftsprojekt: Zusammen stärker!

Müllvermeidung ist nicht nur eine wichtige Sache für Privatpersonen. Auch Unternehmen und Gemeinden haben ein großes Interesse daran, Müll zu vermeiden, Recycling zu betreiben und das Bewusstsein dafür zu stärken. Nachhaltigkeitsprojekte, Tauschbörsen und Repair-Cafés sorgen dafür, dass weniger Ressourcen verschwendet werden. Jeder kann jeden Tag seinen Teil dazu beitragen, und gemeinsam kann echte Veränderung bewirkt werden. Zusammen macht Nachhaltigkeit außerdem direkt mehr Spaß, und gegenseitige Tipps helfen dabei, sich zu motivieren und gemeinsam etwas Gutes zu tun.

Fazit - jeder Schritt zählt

Zero Waste bedeutet, mehr Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen. Wir sparen nicht nur Ressourcen, sondern entscheiden uns auch für ein bewussteres, einfaches Leben. Dabei ist der erste Schritt ganz einfach, zum Beispiel mit einem Stoffbeutel statt der Plastiktasche. Kaputte Reißverschlüsse können ersetzt, Löcher in der Kleidung geflickt werden. Im Supermarkt entscheidet man sich für das unverpackte Obst und nicht für die doppelt verpackten Süßigkeiten. Echte Veränderung beginnt daher sofort.

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